Plateau im Gewichtsverlust — was tun?
Nach mehreren Monaten stagniert das Gewicht. Das ist normal, aber frustrierend. Hier sind die Hebel, an denen du drehen kannst.
Du hast 8 % deines Ausgangsgewichts verloren — und seit drei Wochen tut sich nichts mehr. Willkommen im Plateau. Es ist eine der häufigsten und am meisten missverstandenen Phasen einer GLP-1-Therapie.
Warum Plateaus normal sind
Dein Körper passt sich an. Mit weniger Masse braucht er weniger Energie — der Grundumsatz sinkt. Dazu kommen hormonelle Anpassungen (Leptin sinkt, Ghrelin steigt). Das ist Biologie, nicht Versagen.
In der STEP-Studie zu Wegovy zeigte sich: Nach durchschnittlich 60 Wochen erreichten die meisten Teilnehmenden ihr Plateau bei rund 14,9 % Gewichtsverlust. Das Plateau ist Teil der Therapie.
Was du prüfen kannst
1. Protein
Bekommst du wirklich 1,2–1,6 g pro kg? Tracke 5 Tage lang exakt. Oft ist hier der Engpass.
2. Krafttraining
Wenn deine Muskelmasse abnimmt, sinkt der Grundumsatz schneller. 2–3 Krafttrainings pro Woche sind der stärkste Plateaubrecher.
3. Schlaf
Weniger als 7 Stunden über Wochen → höheres Cortisol → mehr Hunger, mehr Bauchfett.
4. Hidden Calories
Olivenöl, Nüsse, Avocado — alles gesund, aber kalorisch dicht. Bei stagniertem Verlauf lohnt ein 7-Tage-Tracking aller Mahlzeiten.
Was du nicht tun solltest
- Nicht auf eigene Faust die Dosis erhöhen — das ist Sache deiner Ärzt:in
- Nicht radikal weiter reduzieren — das verstärkt nur die hormonelle Gegenregulation
- Keine "Detox-Pausen" mit dem Medikament — das gibt nur Hunger zurück
Wann mit der Ärzt:in sprechen?
Wenn das Plateau länger als 6–8 Wochen dauert und du an Strategien (Protein, Krafttraining, Schlaf) konsequent arbeitest. Möglicherweise ist eine Dosis-Anpassung indiziert — oder ein Wechsel des Präparats.
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Nicht ärztlich geprüft. Dieser Artikel beruht auf offiziellen Fachinformationen und Studienliteratur, wurde aber nicht von einer medizinischen Fachperson begutachtet. Penday stellt keine Diagnosen und gibt keine Dosierungsempfehlungen. Bei medizinischen Fragen wende dich an deine behandelnde Ärztin oder deinen Arzt. Unsere redaktionellen Standards