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Verändertes Selbstbild — die mentale Seite der Therapie
Penday-Redaktion·01. Mai 2026, 12:37
Über die körperlichen Effekte wird viel geredet. Über die mentalen weniger. Dabei sind sie oft genauso einschneidend.
**Was viele berichten:**
- "Ich erkenne mich im Spiegel nicht wieder"
- "Komplimente fühlen sich falsch an"
- "Plötzlich werde ich anders behandelt — von Fremden, von Familie"
- "Ich habe Angst, dass das alles wieder zurückkommt"
- "Wer bin ich ohne meinen Hunger?" — der Hunger als Identitäts-Anker
**Was klinische Daten dazu sagen:**
- Studien zeigen, dass GLP-1 mit verbesserter Stimmung korreliert (vor allem bei Adipositas-bedingter Depression)
- Aber: das Selbstbild-Update hinkt dem körperlichen Verlust um Monate hinterher
- Das Phänomen "Körper-Dysmorphie nach Gewichtsverlust" ist real und betrifft etwa 15–20 % der Behandelten
**Was unterstützt:**
- Schreiben — Tagebuch, Reflexion, "wie fühle ich mich heute"
- Therapeutische Begleitung, idealerweise mit Erfahrung in Essstörungen oder Adipositas
- Foto-Tagebuch (alle 4 Wochen ein gleiches Foto) — hilft dem Gehirn, das neue Bild zu integrieren
- Geduld — das mentale Selbstbild braucht 6–12 Monate, um nachzuziehen
**Was nicht passiert:**
GLP-1 ist keine Wunderwaffe gegen psychische Last. Wer mit Depression oder Essstörung in die Therapie geht, sollte parallel psychotherapeutisch begleitet sein.
**Wir möchten hier einen sicheren Raum schaffen** für die emotionale Seite, die oft tabuisiert wird. Kein Wettbewerb, kein Vergleich, nur Erfahrungsaustausch.
Wie geht es euch mental? Was hat sich verändert? Was unterstützt euch?
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